Therapie nach Hirnschädigung

Eine schwere Hirnschädigung oder Hirnverletzung ist meist lebensbedrohlich und wird zunächst auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt. Der Betroffene ist im Koma oder wird oft in ein künstliches Koma versetzt. Das Koma kann Tage, Wochen, Monate, sogar Jahre dauern.

Besteht keine Lebensbedrohung mehr, kann der Betroffene in die NeuroRehabilitation verlegt werden. In den etablierten neurologischen Rehakliniken wird mit verschiedenen Fachtherapien an den durch die Hirnschädigung entstandenen neurologischen und neuropsychologischen Funktionsstörungen gearbeitet. Je nach Schwerpunkt kommen Neurologen, Neuropsychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sprachtherapeuten, Pflegepersonal, ggf. Kunst- und/oder Musiktherapeuten interdisziplinär zum Einsatz. Die Phasen in den neurologischen Rehakliniken dauern meist einige Monate. Dann wird in der Regel der Betroffene nach Hause entlassen in ein ungewisses Leben. Die Angehörigen sind bis dahin meist ausgebrannt und stehen nun nach Monaten der Aufopferung, Fürsorge, Hoffnung und Ängsten alleine da mit einer völlig neuen, fremden Lebenssituation.

Nachklinische NeuroRehabilitation & Angehörigenarbeit

Das Netz der nachklinischen NeuroRehabilitation  und der teilhabeorientierten Versorgung von Menschen mit Hirnschädigung  ist leider noch lange nicht flächendenkend gewoben. Fakt ist, dass ohne diese Versorgung keine nachhaltige Teilhabe im privaten und beruflichen Leben von Menschen mit schweren Hirnschädigungen gewährleistet ist.

Die integrale  NeuroReha im NeuroKom Bad Tölz ist mit ihrem über 20-jährigen Erfahrungsschatz  zum Erfolgsmodell geworden. Nach der neurologischen Rehaklinik haben hier die Betroffenen  mehrere Monate bis zu zwei Jahren Zeit eine neue Identität zu erarbeiten und neue langfristige Ziele für ihr Privatleben, Beruf und gesellschaftliches Leben zu finden und diese auch konkret zu erproben.

Hier wird nicht mehr, wie noch in der Rehaklinik, an einzelnen Funktionen und Therapien gearbeitet, sondern mit gleicher personeller Ausstattung wie in der Klinik, sowie zusätzlich Arbeitstherapeuten und Integrationsdiensten, auf komplexer Handlungsebene , alltagsnah, realitätsnah und transdisziplinär. Es findet integrale NeuroRehabilitation statt, die den gesamten Kontext des Betroffenen involviert. Partner, Familie, Freunde, Arbeitgeber, Kollegen, werden mit einbezogen und gegebenenfalls begleitet und angeleitet. Eine intensive Angehörigenarbeit ist Bestandteil der integralen NeuroRehabilitation im NeuroKom Bad Tölz, ebenso Praktika und Arbeitserprobungen in realen Betrieben oder beim alten Arbeitgeber.